Die ersten zwei Wochen in Chile sind heute vorbei. Angekommen bin ich gut. Nach etwas Verzögerungen in Madrid war ich dann Samstag morgen um zwei endlich in Santiago. Santiago selber ist keine sonderlich spannende Stadt. Es gab nur ein paar ältere Gebäude in der Innenstadt zu sehen und diesen Ausblick von einem Hügel.
Von Santiago ging es dann nach Puerto Varas, eine touristisch geprägte Stadt mit entsprechender Infrastruktur. Hier habe ich eine Canyoningtour gemacht (leider keine Fotos). Sowas macht man natürlich, um sich wieder wie ein kleiner Junge fühlen zu dürfen. Aus sechs, sieben Metern ins Wasser springen und Wasserfälle runter zu rutschen macht halt einfach Spaß. Am spannensten war das Abseilen aus 40 Metern Höhe in einem Wasserfall. Die ersten Meter frei in der Luft war ich eher etwas angespannt, dann hat es aber angefangen Spaß zu machen.
Die nächsten drei Tage waren unspektakulär, sind für die Anreise nach Patagonien und die Vorbereitungen für die Trekkingtour im Torres del Paine Nationalpark draufgegangen.
Wir waren für fünf Tage im Nationalpark unterwegs. Die klassische Route nennt sich das „W“. Die ist allerdings recht voll mit Trekkern. Aufgrund eines Waldbrandes im Dezember sind außerdem einige Campingplätze nicht geöffnet, so dass sich alle auf den übrigen Plätzen drängen. Wir haben uns daher entschieden, nicht das „W“ zu laufen, sondern den Circle, eine nicht so überlaufende Strecke.
Die Tour war großartig. In Patagonien kann man alle möglichen Wetterphänomene in kürzester Zeit erleben. Wir hatten an einem Tag Schnee beim Aufstieg auf einen Paß und vier Stunden später lagen wir im T-Shirt bei 20 Grad und Sonne im Grass. An einigen Stellen gibt es dazu heftigsten Wind, der einen fast umgeschmissen hat. Ich musste mich darauf konzentrieren, stehen zu bleiben und nicht umgeweht zu werden.
So eine Tour ist sprichwörtlich „back to the basic“. Morgens steht man früh auf, meist gegen sieben, kocht sich Wasser für den Kaffee und frühstückt. Gegen neun geht es dann für sechs bis acht Stunden auf Tour. Zwischendurch eine längere Pause um sich ein paar Nudeln auf dem Kocher zu kochen. Abends dann Essen, je nach Verfügbarkeit dazu ein, zwei Bier, ein wenig lesen und dann pennt man auch gegen zehn.
Ist aber großartig. Kein Ablenkung durch Internet und was auch immer. Und es reicht auch völlig aus, zumindest wenn man sich eine tolle Landschaft anschauen kann.
Hier eine kleine Fotoauswahl. Die Fotos lassen sich noch einzeln vergrößert anzeigen.














sehr schön!