El Calafate

Nach dem kleinen Abenteuer im Tores del Paine Nationalpark bin ich von Punta Natales weiter nach El Calafate in Argentinien gefahren. Die Busfahrt dauerte mit unkomplizierten Grenzübertritt gerade mal sechs Stunden. Unkompliziert ist hier aber nicht vergleichbar mit einem Grenzübertritt innerhalb der EU. Wobei das ganze Prozedere nicht mal eine Stunde gedauert hat und schon hatte ich meinen Einreisestempel mit 90 Tagen Visum.

Das ist umgekehrt übrigens häufig nicht so einfach. Viele Bürger aus Ländern Südamerikas müssen für Deutschland vor der Einreise ein Visum beantragen. Als Deutscher bekommt man in Südamerika einfach ein Visa on Arrival, also Stempel bei der Einreise ohne weitere Formalitäten.

In El Calafate hatte ich nur zwei volle Tage eingeplant. Das war auch gut so. Das Städtchen ist nur für Touristen gebaut und es gibt außer tausenden Souvenirläden und überteuerten Freßbuden nichts zu sehen.

Blick von der Terasse meines Hostels
Blick von der Terasse meines Hostels

Dafür bietet das Umland von El Calafate umso mehr. Hier muss ich mal kurz erwähnen, dass die Entfernungen in Südamerika immer wieder erstaunlich sind. Eins meiner beiden Ziele aus El Calafate war El Chalten, ein kleiner Ort weiter im Norden. Entfernung: 250 Kilometer, dazwischen außer ein paar Einsiedlern: Nichts. Wenn man also was macht in der Ecke, und sind es nur Tagesausflüge, fährt man Bus und zwar lange.

An meinem ersten Tag in El Calafate bin ich zum Perito Moreno gefahren, mit nur 100 Kilometern Anfahrt gleich um die Ecke.

Der Gletscher gehört zum Patagonischen Eisfeld und ist ca. 30 km lang und 5 km breit. Das besondere ist, dass der Gletscher regelmäßig täglich kalbt. Auch ich hatte das Glück, ein paar abbrechende Eistücke beobachten zu können.

Ansonsten ist das Ding einfach nur faszinierend.DSC00389

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Am zweiten Tag bin ich mit dem Bus nach El Chalten gefahren, einem kleinen Ort der seine Existenz vor allem der Nähe zu den beiden Bergen Fitz Roy und Cerro Torre zu verdanken hat. Die beiden Berge sind zwei steil in den Himmel ragende Granitsäulen und gehören zu den am schwersten zu besteigenden Bergen überhaupt. Auf Fotos haben mich diese Berge schon immer fasziniert, also war klar das ich hier hin musste. Dann hatte ich auch noch verdammt viel Glück mit dem Wetter. Überlicherweise sind die beiden Gipfel wolkenverhangen und vielleicht am Tag für 15 Minuten zu sehen. Ich hatte sechs Stunden Sonnenschein und somit freien Blick auf Beide Gipfel.

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links Fitz Roy, rechts Cerro Torre
links Fitz Roy, rechts Cerro Torre

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Nach den beiden Ausflügen in die Natur hatte ich aber fürs erste genug von Gletschern und Bergen und bin am nächsten Tag nach Buenos Aires geflogen.

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